Vom Papier auf die Leinwand
Wenn Skizze und Farbe eine Sprache finden
Die Leinwand ist ein Versprechen: größer, offener, kompromissloser als jedes Blatt Papier. Der Moment, wenn die Skizze übertragen wird, ist wie der erste Ton einer Melodie – er gibt den Takt vor, aber die Komposition entsteht erst unterwegs.
Ich wähle bewusst großformatige Leinwände für die Serie „Helden zum Anlehnen“. Helden brauchen Raum. Ich beginne mit einer leichten Vorzeichnung, manchmal nur mit Kreide, damit ich jederzeit verändern kann. Dann kommt die Farbe – und mit ihr der Dialog.
Farbe ist bei mir nie Beiwerk, sie ist Hauptdarsteller. Jede Nuance trägt Emotion. Rot für Kraft und Rebellion, Gelb für Energie, Blau für Ruhe, Schwarz als Kontrapunkt. Die ersten Schichten sind oft roh, nicht perfekt. Ich liebe es, wenn ein Werk Spuren seines Entstehungsprozesses zeigt.
„Farbe ist keine Entscheidung – sie ist ein Instinkt.“
